Die Vergangenheit prägt bekanntlich unsere Gegenwart. Wie steht es also aktuell um unsere Demokratie? Worauf fußt sie, ist sie selbstverständlich, woran müssen wir erinnern? Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Vergangenheit erinnern – Demokratie gestalten“ diskutierte Bundespräsident Joachim Gauck am 14. November 2013 im Schloss Bellevue zum Thema „Dritte Generation Ostdeutschland“.

Bundespräsident Joachim Gauck, 2013 Berlin, Foto: Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur

Die dritte Veranstaltung der Veranstaltungsreihe „Vergangenheit erinnern – Demokratie gestalten“, eine gemeinsame Veranstaltungsreihe des Bundespräsidialamtes und der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, bestand aus einer Podiumsrunde mit Stephanie Maiwald, Karl Ulrich Maier, Sabine Rennefanz und Johannes Staemmler und einem jungen Publikum mit Schüler_innen und Studierenden. Im Zentrum der Debatte stand die Frage nach der historischen Prägung der „Dritten Generation Ost“ und ihrem Selbstverständnis. Mit “Dritte Generation Ostdeutschland” werden alle jene – rund um die Jahre 1975 bis 1985 in der DDR Geborene – bezeichnet, die ihre Jugend oder Kindheit in der DDR verbracht und daher persönliche Erfahrungen mit zwei unterschiedlichen politischen Systemen gemacht haben.

Inwiefern ist gerade diese Generation durch die individuelle historische Erfahrung (in Ost und West unterschiedlich) geprägt? Welche Hoffnung und Erwartung können an diese Generation geknüpft werden? Darf die Gesellschaft des vereinten Deutschlands eine spezielle Verantwortung an sie delegieren? Kann also diese Generation ein wichtiger Mittler und Vermittler des Verarbeitens von Diktaturerfahrung sein? Und: Fühlen sich überhaupt alle Gemeinten einer „Generation“ Ostdeutschland zugehörig? Um Verallgemeinerungen zu vermeiden, wird die Herkunft als das bestimmende Merkmal der eigenen Identität auf der Veranstaltung auch hinterfragt.

Bundespräsident Joachim Gauck, die Podiumsgäste und einige Teilnehmende stellten sich diesen und ähnlichen Fragen im anschließenden Interview. Die Interviews sind demnächst im Rahmen der Veranstaltungsdokumentation auf www.erinnern-und-gestalten.de einsehbar.

Foto: Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur: Bundespräsident Joachim Gauck, Berlin 2013

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