Rückblick: H=Harmonisierung. So war das ABC des freien Wissens im Mai

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Unter dem Motto „Das ABC des freien Wissens“ lädt unsere Medienpartnerin Wikimedia Deutschland regelmäßig zu Podiumsdiskussionen ein, bei der Fragen zur vernetzten Gesellschaft gestellt werden. Am 08.Mai ging es diesmal um das Thema Harmonisierung: Welche Urheberrechtsreform bekommen wir aus Brüssel?

Wege aus der „Brussels Bubble“

Im Zentrum der Diskussion stand neben dem Ausgang des nun anlaufenden Drafting-Prozesses zur Urheberrechtsreform die Frage, wie der Aushandlungsprozess zwischen den politischen Institutionen, Nichtregierungsorganisationen und Zivilgesellschaft in der “Brussels Bubble” eigentlich funktioniert. Immer mehr NGOs und Initiativen wie edri und access now versuchen mit teils sehr geringen Ressourcen, den politischen Akteuren in Brüssel Wege zu einem zeitgemäßen Urheberrecht aufzuzeigen. Auch die Kampagne „Save the Internet“ wirbt im Zuge der aktuellen Trilog-Verhandlungen um ein geschlossenen Kampf für Netzneutralität.

Das Ziel all dieses Engagements ist eine politische Regulierung, die für Konsumentinnen, Archive, Kultur- und Bildungsprojekte echte Verbesserungen bringt. Momentan scheint völlig offen, ob die seit Jahren tobenden „Copyright Wars“ politisch befriedet werden können.

Bilden all die Initiativen inzwischen auch eine gemeinsame und vor allem langfristig tragfähige Allianz für ein offenes Netz? Wie stehen die politischen Chancen, beim Urheberrecht eine echte Wende einzuleiten? Und was weiß Brüssel über die Nöte von Open-Content-Plattformen wie Wikipedia? Über diese und viele weitere Fragen diskutierten Elisabeth Kotthaus, Vertretung der Europäischen Kommission in Deutschland, Julia Reda, Europaabgeordnete der Piratenpartei, Dimitar Dimitrov, Wikimedian in Brussels, Free Knowledge Advocacy Group EU und Joe McNamee, Geschäftsführer European Digital Rights. Moderiert wurde die Diskussion von Matthias Spielkamp, Journalist und Gründungsredakteur von iRIghts.Info

Das nächste ABC des Freien Wissens findet am 25. Juni, zum Thema Inhalt. Wie partizipativ ist Open Culture? statt. Zu Gast sind diesmal der Berliner Kulturstaatssekretär Tim Renner, Stadtforscherin Dr. Paula Marie Hildebrandt und Prof. Johannes Vogel, Direktor des Naturkundemuseums.

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