Rückblick: Wer partizipiert wirklich von Open Culture?  Das ABC des Freien Wissens im Juli

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Alles offen, alles frei? Doch wer profitiert wirklich von Open Culture und wie offen ist unsere Gesellschaft durch die Digitalisierung tatsächlich geworden?

Im Juli diskutierten die Gäste bei der Veranstaltung “Das ABC des Freien Wissens” unserer Medienpartnerin wikimedia e.V. genau diese Fragen. Dazu trafen sich Berliner Kulturstaatssekretär Tim Renner mit Stadtforscherin Dr. Paula Hildebrandt und Prof. Dr. Johannes Vogel, Generaldirektor des Berliner Naturkundemuseums.

Mehr Offenheit für Kultur und Wissenschaft
Prof. Dr. Johannes Vogel vom Berliner Naturkundemuseum vertritt die Meinung, dass es auf europäischer Ebene einen klaren Trend zu mehr Offenheit im Wissenschafts- und Kulturbereich gäbe. Europa versuche mehr denn je, sich als offen für Ideen gerade auch im Bereich Open Science darzustellen. Es gehe dabei nicht allein um die Frage, wie Kulturinstitutionen ihre Inhalte ins Netz stellen können, sondern darum, die Institutionenlandschaft insgesamt umzustruktrieren. Dieser Prozess sei sehr kompliziert, sehr politisch und vor allem unglaublich kostspielig.

Was aber können Kulturinstitutionen nun konkret tun, um eine größtmögliche Partizipation an ihrem Kulturgut zu gewährleisten? Wichtig sei zunächst, dass Institutionen ihre kulturellen Schätze überhaupt digitalisieren und einer möglichst großen Anzahl an Menschen zur Verfügung stellen, da war sich das Podium einig. Das Naturkundemuseum gilt hier in der Berliner Kulturlandschaft als Vorreiter, die Einrichtung hat bereits einen großen Teil seiner beachtlichen Sammlung digitalisiert und dafür etwa im vergangenen Jahr eine eigene Digitalisierungsstraße angeschafft.

Digital muss mehr sein als eine Sicherungskopie
Tim Renner, seit dem letzten Jahr Berliner Kulturstaatssekretär, betonte, dass viele Institutionen eben noch nicht so weit seien wie das Naturkundemuseum. Digitalisate würden noch zu oft als Sicherheitskopien der eigenen Bestände verstanden. Dementsprechend sei noch längst nicht überall angekommen, dass es im nächsten Schritt darum gehen muss, digitalisierte Inhalte unter freier Lizenz freizugeben und damit einer lebendigen Nachnutzung zuführen. Doch selbst dies sei eben noch kein Garant für eine breite Partizipation an den Inhalten.

Die gesamte Diskussion kann hier nochmals angeschaut werden:

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