Zurück aus den Betriebsferien und schnellstens wieder ins Netz! Was haben wir fernab der Heimat mitbekommen? Dabei zugegeben: Wer macht schon offline Urlaub?

Unser #netbeat. Wöchentlich kuratiert von den Kooperateuren für Euch: Netzpolitik, Kultur, Medien, digitale Bildung, Politik und Zeitgeschichte.

Medien: Next Generation Internet

von Laura Casadevall
SinnerSchrader Next Gen Report Quelle: www.sinnerschrader.de

Wie nutzen Twens, Teens und Kinder das Internet und Smartphones? Dazu wird viel geschrieben. Eine neue Studie wurde nun auch von der Hamburger Agentur SinnerSchrader veröffentlicht. Spannendste Ergebnisse: Twens wissen, dass sie von Smartphones abhängig sind und dass ihre Daten eine digitale Währung sind, ändern ihr Verhalten aber trotzdem nicht. UND: Teens leben in ständiger Angst vor dem Shitstorm.

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Kultur: Computer says: No – Liebe im 21. Jahrhundert

von Merlin Münch
Eve Fairbanks von der Huffington Post hat das Ehepaar/ Liebesforschergespann John & Julie Gottman getroffen. Beide glauben das Geheimnis der Liebe, bzw. der perfekten Beziehung, anhand von Big Data Analysen berechnen zu können und haben über Jahre hinweg das Verhalten glücklicher und unglücklicher Paare beobachtet und Daten erhoben. Mittlerweile können sie mittels ihrer Forschungsergebnisse sehr präzise voraussagen, ob und wie lange eine Beziehung halten wird. Ist also eines der letzten großen Mysterien und sinnstiftende Elemente nun auch kurz davor von Algorithmen entzaubert zu werden?
Ich würde sagen: Nicht so lange es Kai Pflaume gibt.

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Zeitgeschichte: Mein halbes digitales Leben

von Kerstin Born
Earth globe above a tech type landscape Quelle: flickr.com Photo Credit: Steve Johnson CC BY 2.0

Wie wäre ein Leben wohl ohne Internet verlaufen? Der Autor dieses Artikels stellt sich diese Frage und kommt zu spannenden Erkenntnissen.

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Netzpolitik: „Dangerous Speech“ – Pogromstimmung im Internet

von Markus Uehleke

Es hört einfach nicht auf mit der Hetze gegen Asylbewerber im Internet. Im Gegenteil: Mittlerweile scheint selbst unseren „besorgten Patrioten“ jedes Mittel recht zu sein, um ihr menschenverachtendes Schwarzweiß-Denken weiter im Netz zu verbreiten. Stefan Niggemeier hat hierzu einmal nachvollziehbar dargestellt, wie die PEGIDA auf ihrer Facebookseite das Absurde beschwört und also selbst mit Lügen gegen die von ihnen angeprangerte „Lügenpresse“ vorgeht.

Dabei ist die Online-Hetze keinesfalls nur eine harmlose Entladung des faschistoiden Ressentiments. Wem die dummdreisten Behauptungen in den Kommentaren der PEGIDA-Seite, die teilweise bereits zum Mord, zur Organisation von kriminellen Vereinigungen oder gleich zum Bürgerkrieg aufrufen, noch nicht reichen, der sollte sich mal unter dem Hashtag #krimigranten umsehen, um endgültig einzusehen, dass dieser organisierte Online-Hass mitverantwortlich ist für die tatsächlichen Straftaten gegen Asylsuchende. Der Mob, der seine Mistgabeln mit Sicherheit schon angespitzt hat und nur noch auf jene Meldung zu warten scheint, die ihr Fass zum Überlaufen bringt, bezieht dabei seine Rechtfertigung aus eben diesen (Falsch-)Meldungen, welche gleichzeitig die verqueren Einstellungen ihres Gruppendenkens bestätigen und somit eventuell „unentschlossene“ – aber bereits „besorgte“ – Bürger in ihren Sog zieht.

Auch Sascha Lobo weist in einem Artikel für den Spiegel auf diesen Zusammenhang zwischen „Dangerous Speech“ und tatsächlicher Gewalt im Rahmen der Forschungsarbeiten von Prof. Susan Benesch hin. Aus ihren Untersuchungen gehen fünf klarbezeichnete Kriterien dafür hervor, ab wann mit einem Zusammenhang von Online-Hetze und tatsächlicher Gewalt zu rechnen ist. Genau diese Kriterien lassen sich erschreckenderweise fast überall in den Kommentaren jener Artikel wiederfinden, die sich in irgendeiner Form mit der Flüchtlingsdebatte beschäftigen – also lange nicht nur bei PEGIDA und Co.

Im Übrigen: Dem gröbsten Unsinn kann man mit den 15 Fakten entgegnen, die buzzfeed zusammengestellt hat. Die weiterführenden Links sind an dieser Stelle ebenfalls tatsächlich weiterführend …

Quelle: Dangerous Speech Project

Bildung: Digitale Medien in der Schule ja oder nein

von Jördis Dörner
NDR Mediathak Quelle: www.NDR.de

Medienkompetenz ist mittleweile genauso Teil der grundlegenden Ausbildung wie Lesen, Schreiben und Rechnen. Doch es wird noch nicht wirklich gleichwertig in der Schule gelehrt. Für einen guten Überblick in die Debatte „Digitale Medien in der Schule – ja oder nein“ bietet folgender Beitrag aus dem NDR.

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