netbeat 31:16

Alles ändert sich. Wieder einmal. Welche Medien konsumieren wir in Zukunft, über welche Wege und wer garantiert die Objektivität? In Zeiten, in denen sich Ticker-Apps mit übereilten Eilmeldungen überschlagen, werden Filtern, Bewerten und bewusster Konsum wichtiger denn je.
Diesmal im Netbeat: Ein Chatbot, der dir die neuesten Nachrichten schreibt, Google auf dem Weg zur Storytelling-Revolution und die Subjektivität unseres Newsfeed.

Der Netbeat zum Thema „Breaking News“ enthält wie immer die besten Links aus Netzpolitik, Kultur, Medien, digitaler Bildung, Politik und Zeitgeschichte. In dieser Woche zusammengestellt von Maximilian Weis.

Neue Nachricht(en) von Resi

Foto: pixabay.com (CC0), bearbeitet

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Alles muss immer schneller gehen, Informationen sind immer kompakter und wir nehmen uns immer weniger Zeit für den täglichen News-Check. Um das Ganze noch mehr casual zu machen, gibt es jetzt die App „Resi“. Dabei handelt es sich im Prinzip um einen Chat-Bot, der euch mit den aktuellsten Nachrichten versorgen soll und wirkt wie eine Chat-Konversation in Apps wie „Whatsapp“. Resi reagiert dabei auf Nachfragen und gibt weitere Informationen. DRadio Wissen ist der neuen App auf die Spur gegangen. Noch gibt es die App nur für das iPhone und willige Userinnen und User müssen sich ggf. eine Weile gedulden, bis sie die App nutzen können, da die Macher das Programm anfangs nicht überlasten wollen. Hier kommt ihr zur App. Maximilian Weis

Google News Lab – Die Zukunft des Storytellings?

Foto: pixabay.com (CC0)

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Dass Google seinen Blick in die Zukunft richtet, ist keine Neuigkeit. Dass sie sich nun der Zukunft des Journalismus widmen schon. Google möchte die großen Medienhäuser beraten und Empfehlungen geben, wie das Storytelling der Zukunft aussehen soll. Am besten natürlich mit Hilfe von Google-Tools. Im Google News Lab wird die Verwendung verschiedener Google-Tools wie „Earth“, „Maps“ oder „Alerts“ im journalistischen Alltag erläutert. In den Kategorien „Recherchieren“, „Berichten“, „Veröffentlichen“ und „Optimieren“ gibt es kurze Online-Kurse, die die Verwendung im journalistischen Kontext erläutern sollen. National Geographic, die New York Times sowie der Guardian haben beispielsweise bereits mit den Tools gearbeitet.
Tagesschau.de hat mit der Leiterin des Google News Lab gesprochen. Den Bericht findet ihr hier. Maximilian Weis

Da seh ich rot! News-Feeds im Vergleich

Foto: pixabay.com (CC0), bearbeitet

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Man hat sicher den ein oder anderen Freund in der Friendlist, dessen Posts eine gänzlich andere Sicht auf die Dinge haben. Die Mehrheit des eigenen Newsfeeds ist allerdings häufig geprägt von Posts und Personen, die in vielerlei Hinsicht gleiche oder ähnliche Positionen vertreten. Das hängt eng mit der Wahl unserer Freunde zusammen.
Der Newsfeed stellt damit eine stark verzerrte Sicht auf aktuelle Ereignisse dar. Im Falle der US-Politik ermöglicht uns die Seite „Blue Feed, Red Feed“ des Wallstreet Journals eine Gegenüberstellung von Posts und damit eine Übersicht über die Unterschiede, wie liberale und konservative Medien mit bestimmten Themen umgehen. Man wählt ein Thema aus und die Seite zeigt Beiträge von ausgewählten liberalen und konservativen Medien an. Aktualisiert wird der Feed stündlich. Absolut zu empfehlen. Maximilian Weis

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