Foto: pixabay.com

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Grüne Wiesen, glückliche Kühe und blauer Himmel – Werbung kann so idyllisch sein. Das Bild, was sie zeichnet, stimmt besonders im Bereich Landwirtschaft bloß selten mit der Realität überein. Statt kleiner Familienbetriebe dominieren Agrarverbände und Großbauern den deutschen Markt. International wird die Stärkung kleinbäuerlicher Betriebe hingegen als Lösung des globalen Hungerproblems diskutiert.

Eine grundlegende Schwierigkeit für diese Betriebe stellt allerdings der Erwerb von Saatgut dar. Denn die Zeiten, in denen die Bäuerinnen und Bauern einen Teil ihrer Ernte für die nächste Aussaat einbehalten, sind schon lange vorbei. Saatgut ist heute meistens durch Lizenzen geschützt. Die Bäuerinnen und Bauern müssen deswegen jedes Jahr neues Saatgut kaufen. Die Fusion der Branchenriesen Bayer und Monsanto wird vermutlich nicht zu einer Entspannung der Lage beitragen. Open Source Initiativen wollen dem Übergewicht der großen Konzerne lizenzfreies Saatgut entgegenstellen.

Wer uns eigentlich ernährt, wie romantisch kleine Bauernhöfe wirklich sind und welche Möglichkeiten die Digitalisierung für die Landwirtschaft bereithält, hinterfragen wir in der Netzdebatte im Schwerpunkt Welternährung. Von Lea Schrenk

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