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Von Merlin Münch

Wenn Ricardo der Hunger packt, nimmt er die Treppe runter in die gemeinsame Holzwerkstatt in seinem Hannoveraner Makerspace und füllt sich aus einem Behälter einen Becher hellbraune Flüssignahrung ab. Mana nennt sich das und kommt, natürlich, aus dem Silicon Valley. Das Versprechen der Erfinder: Keine Zeit mehr fürs Kochen oder Essen verschwenden, Schluss mit ungesundem Fast Food und garantiert alle Nährstoffe die der Körper so braucht.

Viel besser, als jeden Tag schnell eine Pizza zu bestellen, oder etwas in der Mikrowelle aufzuwärmen. Das findet auch Ricardo und ernährt sich mittlerweile seit fast zwei Jahren zu 80% von Flüssignahrung. Manchmal kommt aber auch er nicht drumherum, gewöhnliches Essen zu essen. Social Meals nennt er das und meint damit z.B. Geschäftsessen oder Essen mit Freunden.

Ricardo ist davon überzeugt, dass Flüssignahrung nicht nur für ihn, sondern auch für andere Menschen, vor allem in ärmeren Ländern, zukünftig von ziemlich großer Bedeutung sein wird. Um satt zu werden bräuchten diese dann nicht mehr als einen Löffel Öl, etwas Wasser und eben ein bisschen Pulvermischung. Die sei sehr einfach selbst herzustellen, denn das Gemisch ist sozusagen Open Source. In zahllosen Online-Communities werden fleißig Rezepte und Anleitungen ausgetauscht. Für Ricardo bedeutet das Selbstermächtigung auf der individuellen und auf der gesellschaftlichen Ebene.

Ich habe mich letzten Freitag mit ihm getroffen, um über Gesundheit, Selbstoptimierung und seine eigene Utopie zu sprechen. Die ganze Story könnt ihr hoffentlich bald in einer Pilotfolge hören, die wir gerade für die Hörspielplattform Audible produzieren. Ist das ganze erfolgreich, folgen zwölf weitere Episoden über utopische Lebensentwürfe und die Menschen, die sie leben.

Hier kann man übrigens Ricardos DNA herunterladen.

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