Das Institute for Prospective Technological Studies lud am 28. und 29. Juni zu einem Workshop zum Thema Open Education 2030 für den Bereich Schule nach Sevilla ein. Die Kooperative Berlin war unter den Teilnehmenden und diskutierte gemeinsam mit internationalen Expert_innen aktuelle Trends und zentrale Spannungsfelder.

WS_Sevilla

Nach dem Aufruf für „Visionary Papers“ zum Thema Open (School) Education 2030 in Europa war die Kooperative Berlin neben sechs anderen ausgewählten Visionären und weiteren internationalen Expert_innen zu Gast bei der Europäischen Kommission in Sevilla. Der Workshop zum Thema Open (School) Education war der zweite von insgesamt drei Workshops zum Thema Open Education (neben lifelong learning und higher education), die im Rahmen der neuen Initiative „Opening-up Education“ der Europäischen Kommission stattfanden.

Eineinhalb Tage diskutierte die Kooperative Berlin mit Fachreferent_innen nationaler Bildungsministerien, Forschungseinrichtungen und Universitäten sowie Vertreter_innen von NGO’s, Verlage und sozialer Lehrernetzwerke aktuelle Trends und sichtbare „Öffnungen“ und Veränderungen im Schulsektor (im Fokus: educational resources, personalisation & flexibility, social interaction und open school & society) sowie zentrale Spannungsfelder und Lern- und Lehrszenarien und ihre (institutionalisierten) Umgebungen anhand der Koordination autonom <-> kontrolliert und formal <-> informell. Am Ende des Workshops sollten Empfehlungen an die Europäische Kommission stehen, in denen notwendige weitere Schritte für eine „offenere Bildung“ in Europa formuliert sind.

Das Thema Open Education ist auf europäischer Ebene angekommen und erhält dort nun mehr Aufmerksamkeit. Es sind jedoch noch viele Fragen offen, bevor finale Empfehlungen an die Europäische Kommission gegeben werden können, die auf einen kulturellen Wandel hin zu mehr Offenheit im Bildungssektor zielen. Im Fokus des Workshops standen u.a. folgende: Welche Settings führen dazu, dass alle relevanten Akteure gemeinsam diskutieren? Wie kann es gelingen, offenere und individuell angepasste Lernumgebungen zu schaffen, in denen es mehr Freiheiten sowohl für die Lernenden als auch für die Lehrenden gibt? Sind international einheitliche und rechtlich verpflichtende Vorgaben (z.B. einheitliche Abschlüsse und Curriculum) notwendig und zielführend? Wie kann es gelingen, dass die Frage der Qualität offen & frei erstellter Bildungsmaterialien (OER) nicht mehr im Vordergrund steht bzw. durch einen entsprechenden Rahmen obsolet wird? Welche Vermarktungsmodelle für Bildungsmaterialien sind erstrebenswert?

Für die Kooperative Berlin hat Kaja Wesner das ‚Vision Paper‘ Open Education 2030 – open & free, integrative and sustainable eingereicht. Die ausgewählten ‚Vision Papers‘ zu den Themenfeldern lifelong learning und school education sind auf dem Open Education 2030 Weblog veröffentlicht.

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