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 Wünsdorf? Never heard of that guy…

Dann habt ihr was verpasst! Im Rahmen des diesjährigen History SummerCamps hatten Schüler_innen die Gelegenheit das historische Kasernengelände auf dem Land südlich von Berlin auf eigene Faust zu erkunden und unter Anleitung unseres Projektteams selbstständig Filmbeiträge zu produzieren, die den Charme, die Geschichte und die Spuren der Macht dieses bedeutsamen, aber vielen Menschen unbekannten, Ortes einfangen sollten. Im Fokus standen dabei mögliche Ideen für Umgestaltungen und Folgenutzungen des riesigen Areals.
Der Name Wünsdorf sagt heute vielen nichts mehr, doch die unscheinbare Gemeinde war einst der größte Militärstandort Europas. In den 80er-Jahren lebten hier Schätzungen zufolge bis zu 75.000 sowjetische Armeeangehörige und Zivilisten. Die Geschichte Wünsdorfs als Militärstandort ist bereits älter: Schon 1910 wurden hier die ersten Militärgebäude errichtet. In der NS-Zeit entstanden hier Kasernenkomplexe und Bunkeranlagen. Zwischen 1939 und 1945 war in Wünsdorf sogar das Oberkommando des deutschen Heeres untergebracht. Heute, 22 Jahre nach Abzug der letzten sowjetischen Truppen, wird das militärische Gelände, das in weiten Teilen immer noch brach liegt und sich nach einer neuen Aufgabe sehnt, zum Schaffensplatz für 25 junge Zivilisten mit fünf Kameras. In den drei Tagen auf dem ehemaligen Kasernengelände hatten die Schüler_innen Gelegenheit Geschichte hautnah zu erleben: beim Erkunden des Geländes oder dem Gespräch mit Zeitzeugen. Nach Feedback von Schülern und Lehrenden eine hervorragende Möglichkeit Geschichte lebendig erfahrbar zu machen. Die Ergebnisse des dreitägigen SummerCamps könnt ihr euch bald hier anschauen – stay tuned.

von Maximilian Weis

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