Was war vergangene Woche so los im World Wide Web? Einiges: Vom Kurzfilm Tarek Chalabi, der neugegründeten Digital News Initiative (DNI), Obamas Abstecher in die Welt des Kabaretts, bis hin zu Rikscha-fahrenden Lehrern und neugierigen Zeitungslesern.

Politik: Verstehen Sie Spaß?

Von Alexandra Wiedner
Humor und Politik gehören in Deutschland nicht unbedingt zusammen. Klar, es gibt den Nockherberg. Aber wenn uns ein Kanzlerkandidat mal den Mittelfinger zeigt, ist schon wieder Schluss mit lustig. Frechheit! Geht doch nicht! Mimimi!
Geht eben doch, zumindest in Amerika. Beim jährlichen White House Correspondents‘ Dinner (WHCD) blickt Obama höchstpersönlich zurück und widmet sich mit feinem Witz und Ironie Amerikas Problemen. Rassismus, Homophobie, Obamacare, die Kriege im Irak, die Legalisierung von Cannabis oder den Klimawandel: Obama gibt sich betont selbstironisch und entwaffnet seine Kritiker mit Humor. Unbedingt ansehen! Oder diese Zusammenfassung lesen.

Medien: Die letzte Ölung?

Von Oliver Baumann
Google vs. Medien, beide brauchen sich, beide wollten dem anderen nichts geben oder mehr (Kohle) haben. Nun geht Google auf große Zeitungen zu und gründet – schlau wie sie sind – eine Digital News Initiative (DNI). Acht große Medienhäuser stehen zum Start bereit, aber die Initiative will offen bleiben und auch kleineren Startups und Medienanbietern die Möglichkeit zum Mitmachen geben. 150 Millionen Euro sind für drei Jahre bereit gestellt, klingt viel, zumindest für die kränkelnden Medienhäuser. Innovationen im digitalen Nachrichtenjournalismus sollen gefördert werden. Mal sehen, wer am Ende profitiert und ob es fördert oder nur die letzte Ölung beschert.

Bildung: Konferenz „Bilder bilden“

Von Roman Twork
Wie im letzten #netbeat bereits von Kollegin Miriam Menzel angekündigt, habe ich letzte Woche für die Kooperative Berlin an der Konferenz „Bilder bilden“ teilgenommen.
Gefördert durch Think Big präsentierten dort mehrere junge Menschen ihr Projekt „Flucht nach Europa“. Zusammen mit dem 18-jährigen Tarek Chalabi zeigten sie ihren Kurzfilm und seine Geschichte als syrischer Flüchtling nach Europa.

Medien:Interaktives Titelblatt

Von Laura Casadevall
Interaktiver Titel: Das SZ Magazin hat vor ein paar Wochen eine Handynummer auf ihr Titelblatt gedruckt um, zu testen wie neugierig die Leser sind. Das Ergebnis haben sie jetzt in einem Online-Artikel beschrieben und aufgearbeitet. Sehr unterhaltsam.

Bildung: Tourismus statt Bildung?

Von Jördis Dörner
Die Süddeutsche berichtet aus dem Alltag eines Englischlehrers, der abends Rikscha fährt, um überhaupt über die Runden zu kommen. Lehrer werden in Kuba miserabel bezahlt. Viele beenden deshalb den Lehrerberuf, nehmen Jobs als Taxifahrer oder Fremdenführer an. Ein Schwarzmarkt für Nachhilfe entsteht.

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