Zwanzig Menschen in ihren Zwanzigern, zwei Stunden Zeit, ein Kasten Bier und Speed-Workshop: Lydia und ich, Formatentwickler_innen von AufKlo, haben in Leipzig auf der Z2X-Konferenz von Zeit-Online gezeigt, wie wir neue Medienformate entwickeln. Zum Beispiel, um mehr Frauen* in die Medien zu bringen. Von Patrick Stegemann

Einmal alles, bitte.

Wie vermitteln wir Feminismus so gut, so spannend, so witzig und mitreißend, dass er richtig Lust auf Veränderung macht? Und wie berichten wir über Frauen*themen, ohne in die Klischeefalle zu tappen? Das ist die Herausforderung, vor die wir die Teilnehmer_innen der Z2X-Konfernz gestellt haben. Wir wollten gemeinsam darüber nachdenken, wie es denn aussähe: das perfekte feministische Medienformat? Eines, das wir selber gerne schauen wollen. Ein Format, indem es um Menstruation und Macher*innen geht, um Herzschmerz und Pop, um Fußball und Queerfeminismus. Einfach um alles. Und das in cool.

Zeit-Online hatte uns eingeladen, über Feminismus in den Medien zu sprechen. Aber viel besser ist es doch, selbst ein Format zu entwickeln, das so ist, wie man es selbst möchte. Für einen Workshop auf der Z2X-Konferenz, mit der sich Zeit-Online nach eigenem Bekunden an „neue Visionäre“ richtet, haben wir versucht, in zwei Stunden mit den Teilnehmer_innen Ideen neue Medienformate zu entwickeln.

Einfach machen!

Nachfragen, Verstehen, einfach machen! Das war die Devise für die rund zwanzig Teilnehmer_innen. In dem Design-Thinking-Workshop ging es darum, den Prozess der Formatentwicklung im Schnelldurchgang kennenzulernen. In kleinen Gruppen durchliefen die Teilnehmer_innen die Formatentwicklung: Verstehen, was die Zielgruppe fühlt, denkt, möchte, Probleme definieren, Lösungen entwickeln und wieder verwerfen. Und das Wichtigste: Machen. Deshalb sollten die Teilnehmer_innen nicht nur Ideen entwickeln, sondern in in kleinen Prototypen gleich umsetzen: Als schnelles, rohes Video, aufgenommen mit dem Smartphone.

Tatütata, die Feuerwehrfrau ist da!

Vier Prototypen von vier Formatskizzen sind dabei herausgekommen – in zwei Stunden Workshopzeit. Die Formate tragen so klangvolle Namen wie „Tatütata, die Feuerwehrfrau ist da“ oder „Verstehen Sie Feminismus“. Vor den rund 200 Besucher_innen der Konferenz haben unsere Workshopteilnehmer_innen ihre Ideen vorgestellt.

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